Softwarehelden @ knowis: Business Analyst Christian

Softwarehelden at knowis – Business Analyst Christian

Das Berufsfeld Business Analyse hat im Zuge des digitalen Wandels einen großen Stellenwert erreicht, denn immer mehr Geschäftsprozesse sollen digital optimiert werden. Ein gemeinsames Verständnis zwischen Fach und IT zu schaffen ist bei der Umsetzung von Softwareprojekten unerlässlich. Wie das funktioniert und welche abwechslungsreichen Aufgaben der Job eines Business Analysten bei knowis mitbringt, erzählt Christian Müller im Interview.

Welche Kundenbedürfnisse gibt es? Welche Anforderungen lassen sich daraus ableiten und wie können diese effizient und zielführend in einem Projekt umgesetzt werden? Fragen wie diese zu beantworten fällt in das Aufgabengebiet von Business Analyst*innen. Je nach Branche und dem individuellen Ziel des Arbeitgebers können sich die Tätigkeiten in diesem Berufsfeld aber stark voneinander unterscheiden. Grundsatz ist jedoch: Sie analysieren Geschäftsprozesse, um sie zu optimieren und planen die dazu notwendigen Schritte im Projekt, das sie begleiten.

Die Expertise von knowis fokussiert sich auf die Finanzbranche. Wie viele andere Unternehmen stehen auch Banken und Finanzinstitute vor der Herausforderung, sich digital weiterzuentwickeln und bestehende Prozesse neu zu denken, um ihre Effizienz zu steigern und konkurrenzfähig zu bleiben. Hier sind an erster Stelle Business Analysts gefragt! Das fachlich komplexe Geschäftsfeld der Finanzbranche verlangt von ihnen eine intensive Auseinandersetzung mit den anspruchsvollen Themengebieten, auch schon bevor eine Lösungsentwicklung in Angriff genommen werden kann.

Ein Interview mit Christian Müller soll mehr Einblick in die Aufgaben und Anforderungen eines Business Analyst bei einem Softwareunternehmen liefern. Christian ist seit 2017 Teil des knowis-Teams. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann arbeitete er mehrere Jahre als Bilanz- und Risikoanalyst im Bereich der gewerblichen Kreditbearbeitung und -analyse. Jetzt ist er bei knowis Teil des Teams Professional Services und betreut eigene Projekte bei Kunden. Im Interview spricht Christian über die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten und vergleicht den Arbeitsalltag bei einem Softwareunternehmen mit seiner früheren Arbeit bei einer Bank.

Christian Müller

"Bei knowis arbeiten Menschen, auf die man sich verlassen kann und die Dinge eigenständig vorwärtsbringen wollen. So viel Commitment habe ich in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn selten erlebt."

Christian, du bist schon seit 2017 als Business Analyst bei knowis dabei. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Einen richtigen Arbeitsalltag gibt es in meinem Job oft gar nicht. Als Business Analyst hat man ganz unterschiedliche Aufgaben, je nachdem ob man im konkreten Kundenfall eingesetzt ist oder gerade an internen Projekten arbeitet. Stories schreiben, die Konzeption der Anwendung auf Basis von Domänen und Verkaufssituationen, in denen man Showcases präsentiert – es ist alles dabei. Egal ob ich beim Kunden vor Ort bin oder im Büro in Regensburg, ein Großteil meines Tages besteht aber grundsätzlich aus Abstimmungen. Ich überlege mir, wie man Anforderungen innerhalb unseres Softwareprodukts bestmöglich umsetzen kann. Das erfordert viele Gespräche und einiges an Planung, um den optimalen Lösungsweg zu finden.

Du bist Teil des Teams Professional Services. Wofür seid ihr zuständig?

Unsere Haupttätigkeit ist das Projektgeschäft beim Kunden. Wir begleiten Finanzinstitute vor allem bei der Prozessanalyse und der Umsetzung von Anforderungen, die sich daraus ergeben. Wir sind aber auch bei allen anderen Themen, die bei so einem Projekt wichtig sind, als Sparringspartner für unsere Kunden da, sprich: Planung, weiteres Vorgehen, Kommunikation mit Stakeholdern und das Aufbereiten von Projektplänen. Wir versuchen also immer unsere Kunden bei allen Schritten bestmöglich zu unterstützen und bieten unser Know-how an.

Häufig steht am Anfang eines Kundenprojekts ein Workshop. Warum ist das so und können solche Workshops auch in digitaler Form funktionieren?

Wir setzen gerne verschiedene Methoden für solche Workshopformate ein, um beim kompletten Projektteam ein gemeinsames Zielbild zu erreichen. Das sind in unserem Fall vor allem User Story Mapping und Event Storming. Mit beiden Methoden lassen sich zum einen fachliche Domänen erschließen, und zum anderen auch schon die ersten Epics und Story-Pakete definieren. Man versucht durch solche agilen Vorgehensweisen die ganze Breite eines Themas zu erfassen, geht aber nicht unbedingt in die Detailebene. Die Details arbeitet man später in den einzelnen Sprint-Iterationen im Zuge von Scrum aus. Da kann es dann schon immer mal wieder vorkommen, dass Dinge, die vielleicht vor ein paar Monaten noch kein Thema waren, auf einmal ins Projekt kommen. Zum Beispiel können sich rechtliche Anforderungen oder Dokumentationsanforderungen ändern. Diesen Punkten wird in der Softwareanwendung dann eine viel höhere Priorität beigemessen.

Solche Workshops lassen sich mit der Hilfe spezieller Toolings übrigens auch digital durchführen: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Discovery-Workshop beim Story-Mapping gut per Video-Konferenz funktioniert. Für Online-Konferenzen gelten ja allgemein etwas andere Spielregeln; da man Gestik und Mimik anders wahrnimmt muss man mehr sprechen und auch oft mal Dinge hinterfragen, die im persönlichen Gespräch vor Ort intuitiv verstanden würden. Aber grundsätzlich ist vieles, von dem man vor Corona gedacht hat „Das geht nur vor Ort“ auch so möglich. In meiner Arbeit stelle ich fest, dass sowohl Kunden als auch Kollegen oder Partnerunternehmen sehr positiv auf die digitalen Alternativen reagieren, weil man zum Beispiel unglaublich viel Reisezeit spart, die man oft nicht produktiv nutzen kann.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen, um als Business Analyst erfolgreich zu sein?

Flexibilität und Belastbarkeit gehören auf jeden Fall dazu, aber ich glaube die wichtigste Eigenschaft als Business Analyst ist, dass man abstrakt denken kann. Wenn man mal nicht weiterkommt, sei es, wenn man sich Gedanken macht, wie man eine Anforderung in unserer Banking-Plattform löst oder aber wie man einen Kundentermin angeht, hilft es oft herauszuzoomen und eine andere Perspektive einzunehmen. Es ist sehr wichtig, sich in die Kunden hineinversetzen zu können und nachzuvollziehen, was sie genau mit ihren Anforderungen erreichen wollen.

Bewerber sollten unbedingt Lust auf Neues mitbringen und keine Angst davor haben Fehler zu machen, denn es gibt immer wieder Situationen, in denen man allein zu einer Entscheidung kommen muss. Vieles, was man als Business Analyst macht ist Pionierarbeit – man hat also selten eine vorgefertigte Standardlösung parat. Eine Trial-and-Error Mentalität gehört darum einfach dazu.

Du kennst beide Seiten – den Job in einer Bank und bei einem agilen Softwareunternehmen. Wie würdest du den Bankenalltag mit deiner Tätigkeit bei knowis vergleichen?

Der Vergleich ist an der ein oder anderen Stelle nicht ganz einfach. Banken sind oft über Jahrzehnte gewachsene Institutionen, die alles formalisiert und bürokratisiert haben. knowis ist ein junges Unternehmen, das mit der Softwareentwicklung zusätzlich in einem Geschäftsbereich tätig ist, in dem sich unglaublich viel tut. Das betrifft neue Technologien oder das Verständnis darüber, wie man beispielsweise Softwarearchitektur aufbereitet. Daher gibt es oft keine Muster oder Blaupausen, auf die man zurückgreifen kann. Ein bisschen Forschungsarbeit gehört bei uns also immer dazu – und wenn man innovativ sein will, ist zu viel Bürokratie auch einfach hinderlich.

Hier findest Du unsere aktuellen Stellenangebote

Business Analyst*INNEN: Problemlöser im Projekt

Der Beruf des Business Analyst ist heute relevanter denn je: Vor allem bei der Entwicklung von anspruchsvollen Lösungskonzepten im Rahmen der digitalen Transformation und der damit einhergehenden Veränderung von Prozessabläufen spielt er eine wichtige Rolle. Mögliche Probleme müssen rechtzeitig erkannt und Verbesserungspotenziale erarbeitet werden. Oft dreht sich die Tätigkeit der Business Analyst*innen daher um die Vereinbarkeit der Bedürfnisse der jeweiligen Stakeholder mit IT-gesteuerten Geschäftsprozessen. Wie ein Dolmetscher übersetzten sie die fachlichen Ansprüche in Anforderungen für die IT-Experten und fungieren so als Mittler zwischen den unterschiedlichen Welten. Ein fundierter Wissensschatz aus beiden Bereichen zeichnet erfahrene Business Analysts ebenso aus wie eine strukturierte, analytische Vorgehensweise.

Bis zum Abschluss der operativen Umsetzung der zuvor erarbeiteten Lösung muss das erfolgreiche Zusammenspiel – und damit vor allem der Kommunikationsfluss – zwischen allen Beteiligten sichergestellt werden. Die Tätigkeit erfordert deshalb neben fachlichem und methodischem Know-how auch eine gute Portion Kommunikationsgeschick und Social Skills.

WAS SIND Die Aufgaben eines Business Analyst bei knowis?

Zu Beginn der Projektphase erfordern die vielfältigen Kundenanforderungen eine gründliche strategische Analyse der Ausgangssituation, meist direkt vor Ort – hier sind bankfachliche Kenntnisse von Vorteil. Es ist fundamental, das Lösungskonzept zusammen mit dem Kunden zu erarbeiten, um ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Mit Hilfe verschiedener, sich ergänzender Methoden wie zum Beispiel Event Storming und User Story Mapping werden komplexe Geschäftsprozesse und die geplante Umsetzung in der neuen Lösung nachvollziehbar dargestellt. So werden Potenzial und mögliche Probleme identifiziert und schließlich klar definierte Projektziele festgelegt. Der Business Analyst agiert in solchen Veranstaltungen als Moderator und leitet die Teilnehmer an.

Erst jetzt beginnt die operative Phase der Business Analyse. Aus den evaluierten Lösungsansätzen werden die genauen Anforderungen abgeleitet. Die anvisierte IT-Lösung wird in Teilaufgaben heruntergebrochen, deren Umsetzung dann typischerweise im Kontext einer agilen Softwareentwicklung erfolgt. Die verschiedenen Rollen im Umsetzungsteam (zum Beispiel Solution Architects und Solution Engineers, IT-Architekten und Developer) arbeiten nun gemeinsam an der eigentlichen Implementierung. Aus diesem Grund ist es eine wichtige Aufgabe des Business Analyst, die angestrebte IT-Lösung und alle damit verbundenen Anforderungen korrekt, vollständig und nachvollziehbar zu definieren. Nur so wissen alle Teammitglieder, was für die erfolgreiche Umsetzung und die Erreichung der Projektziele erforderlich ist.

Brückenbauer und Strategen mit Persönlichkeit gesucht

New call-to-actionDu willst Dingen auf den Grund gehen und sie kontinuierlich verbessern? Das sind die besten Voraussetzungen, um erfolgreich als Business Analyst zu arbeiten. Ein wirtschaftswissenschaftliches Studium, möglichst mit Berufserfahrung in einem passenden Fachbereich, ist eine von vielen möglichen Grundlagen für deinen Berufsstart. Aber auch Quereinsteiger mit Grundlagenkenntnis bekommen bei knowis eine Chance, wenn sie sich weiterentwickeln möchten und die erforderliche Motivation für den Beruf mitbringen.

Als Business Analyst bei knowis vereinst du die Bereiche Business und IT. Dazu solltest du Affinität für Software und ein Verständnis für Geschäftsprozesse mitbringen. Besonders wichtig sind außerdem deine persönlichen Kompetenzen: Da du das Bindeglied zwischen verschiedenen Bereichen und Interessen bist, zählen Vielseitigkeit und Empathie zu deinen wichtigsten Eigenschaften. Dein offenes Auftreten und deine ausgeprägte Interaktionsfähigkeit überzeugen unsere Kunden bei der Erarbeitung von Lösungen in Workshops. Das klingt nach dir? Bewirb dich jetzt!

Bildquellen: Teaser: SIphotography - 952769210 - iStock, Foto: knowis AG

Geschrieben von Antonia Hawel

Antonia Hawel ist mitverantwortlich für das Personalmanagement und die Personalentwicklung bei der knowis AG. Sie ist Ansprechpartnerin für Bewerber, Studenten und alle Fragen rund um den Berufseinstieg bei knowis.
Kontakt: karriere@knowis.de , Telefon: +49 941 409249-14

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