Standards für Open Banking setzen: knowis wird BIAN-Mitglied

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Open Banking ist nicht nur logische Konsequenz von Regularien wie PSD2, sondern bedeutet auch, dass sich die einst geschlossene Finanzwelt zu einem Ökosystem aus Banken, Kunden und Partnern entwickelt. Als Experte für Softwarelösungen in der Finanzindustrie hat sich die knowis AG jetzt dem Banking Industry Architecture Network (BIAN) angeschlossen. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und die BIAN-Standards für offene Softwarearchitekturen im Finanzwesen nicht nur anzuwenden, sondern auch aktiv weiterzuentwickeln.

Ein gemeinsames Architektur-Framework als Grundlage für zukunftssichere Banking-Technologien und Interoperabilität im Bankwesen schaffen und fördern – das hat sich die 2008 gegründete Organisation BIAN, bestehend aus führenden Banken, Technologieanbietern und Unternehmensberatungen, zum Ziel gesetzt. Plattformen und Architekturen, die solche Kollaborationen erleichtern, können auch in Krisenzeiten helfen, größtmögliche Stabilität zu gewährleisten. Das Regensburger Softwareunternehmen knowis ist jetzt Mitglied des unabhängigen Netzwerks und bringt tiefgreifende Branchenexpertise und die langjährige Erfahrung in der Entwicklung flexibler und agiler Softwarelösungen für Finanzinstitute in den Verband ein.

Open Banking weltweit auf dem Vormarsch

Dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Experten beim Thema Open Banking derzeit so gefragt ist wie nie zuvor, liegt an der großen Aufmerksamkeit, die das Thema von Finanzinstituten mittlerweile erfährt. Auch Hans Tesselaar, Executive Director von BIAN, betont die Wichtigkeit der Initiative: „Open Banking ist in den letzten zwei Jahren zum weltweit anerkannten Phänomen geworden. Es hat sogar den Fokus unserer Organisation verändert – vom Aufbau sicherer globaler Bankenstandards zur Entwicklung von hochwertigen API-Microservices, die Banken und andere Finanzdienstleister nutzen können.“

Die Anbindung externer Services über APIs ermöglicht die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle. Und nicht nur durch erweiterte Angebote profitiert der Kunde in einer Welt, in der Digitalisierung rasant an Bedeutung gewinnt: APIs sind Voraussetzung für lückenlose Information und synchrone Daten über alle Kanäle hinweg. So wird die Customer Journey zu einem durchgängigen Erlebnis.

Gemeinsam eine Architektur schaffen, auf die Banken bauen können

Viele Banken wollen heute auf eine Microservices-Architektur umsteigen, um zukunftssicher aufgestellt zu sein und moderne Technologien schnell und einfach integrieren zu können. Dieses Architekturmuster besteht aus kleinteiligen, spezialisierten fachlichen Anwendungen, die über APIs miteinander kommunizieren und flexibel kombinierbar sind. Die fehlende Standardisierung der Schnittstellen und die Herausforderung, die fachliche Landschaft feingranular zu unterteilen, sind für viele Banken nach wie vor Hürden auf dem Weg zu Cloud und Co. BIAN will die Finanzbranche dabei unterstützen, diese Schwierigkeiten bei der Transformation zu überwinden.

Über achtzig spezialisierte Unternehmen arbeiten branchenübergreifend daran, eine standardisierte, serviceorientierte Architektur (Service-Oriented Architecture, kurz SOA) als Best Practice für Open Banking zu etablieren und stetig zu verbessern. Diese BIAN Service Landscape ist ein Referenzmodell, welches das gesamte Spektrum einer Bank in drei Ebenen von der Business Area über die Business Domain bis zur Service Domain kategorisiert und organisiert. Damit sollen Prozesse vereinfacht und vereinheitlicht werden – über Produkte und Kanäle hinweg. Mittlerweile konzentriert sich die Organisation außerdem darauf, passende APIs für diese Landscape zu entwickeln. Diese Blaupause stellt konsistente Definitionen sicher und fördert die Interoperabilität von Banken.

Von vorgedachten Architekturen zu Banking-Ökosystemen

Wie BIAN versteht man auch bei knowis eine aus modularen Lösungskomponenten bestehende Architektur als notwendige Grundlage für die digitale Transformation. Im Rahmen zahlreicher Projekte hat sich das Team aus Software- und Bankingexperten insbesondere mit dem Aufbau einer umfangreichen Kredit-Architektur befasst. „Flexibel zu sein wird für Banken immer wichtiger, angesichts sich ständig verändernder Marktanforderungen. Wir sehen daher eine modulare Business-Architektur, die mittels fachlicher Komponenten umgesetzt wird, als Grundlage für ein modernes Banking-IT-System. Darin bestätigt uns auch die Erfahrung, die wir bei der Umsetzung digitaler wettbewerbsfähiger Lösungen für Banken bisher gesammelt haben“, so Stefan Engl, CFO und Vorstand von knowis.

Feingranulare Komponenten bringen die Flexibilität mit, die Banken bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie benötigen. Sie können sowohl für sich stehen, wodurch sich einzelne Prozesse schrittweise umsetzen lassen, oder aber mit anderen Komponenten Daten und Wissen austauschen. Ausgehend von dieser Modellierung können Lösungskomponenten als Microservices entwickelt werden, die sich flexibel kombinieren lassen und über Schnittstellen interagieren. Auf diese Weise können alle Bereiche des Kreditwesens digital abgebildet werden und darüber hinaus ganze Banking-Plattformen entstehen, die sich mit bestehenden Systemen verknüpfen lassen.

New call-to-action

Durch das Engagement von BIAN und eine Vereinheitlichung der Banking-Architektur wird es für Finanzinstitute leichter, sich mit Dritten zu vernetzen. knowis sieht die Mitgliedschaft in diesem Netzwerk daher auch als wichtigen Schritt zur Bildung von Ökosystemen, in denen Technologieanbieter, Banken, FinTechs und andere gemeinsam daran arbeiten, den Kunden stärker ins Zentrum zu rücken und seinen Wünschen und Erwartungen Rechnung zu tragen.


Bildquelle Teaser: FredFroese - 825219744 - iStock

Geschrieben von Nina Lehner

Nina Lehner ist Marketing Specialist bei der knowis AG. Sie absolvierte ein Masterstudium in Literatur und Medien und daran anschließend ein Volontariat. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören unter anderem das Gestalten von Medien und das Erstellen von Inhalten für verschiedenste Kanäle von Print bis Social Media.

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